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Laufwasserkraftwerke

In Laufwasserkraftwerken wird vor allem die kinetische Energie von Flussläufen zur Stromerzeugung genutzt. Dazu wird im Flussbett ein Wehr errichtet, welches einen Teil der Wassermassen umleitet und über Schächte oder Kanäle Turbinen-Generator-Anlagen zuführt. Unterhalb des Wehres fließt das Turbinenwasser wieder in das Flussbett zurück. Im Vergleich zu den Speicherkraftwerken sind die Fallhöhen bei Laufwasserkraftwerken mit etwa 10...30 m relativ gering, die Durchflussmengen dagegen hoch. An großen, für den Schiffsverkehr ausgebauten Flüssen findet man Laufwasserkraftwerke oft in Verbindung mit Schleusenanlagen.

Die größten Laufwasserkraftwerke Deutschlands befinden sich an Rhein und Donau und weisen installierte Leistungen von bis zu 130 MW auf.
Laufwasserkraftwerk in SpichraIn Thüringen sind in den letzten Jahren mehrere Altanlagen an Werra, Saale, Unstrut und ihren Zuflüssen erneuert und wieder in Betrieb genommen worden. Die Anlagenleistungen erstrecken sich hier von einigen kW bis zu mehreren hundert kW. Das größte Laufwasserkraftwerk Thüringens betreibt die TEAG an der Werra. Das Kraftwerk in Spichra bei Eisenach besitzt eine Leistung von 1.100 kW.
In Falken, ebenfalls an der Werra gelegen, hat das Unternehmen 1999 ein denkmalgeschützes Kraftwerk reaktiviert, in dem u.a. ein Drehstrom-Synchrongenerator aus dem Jahre 1913 besichtigt werden kann.

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