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Wasserkraft

Die Wasserkraft gehört zu den ältesten Energiequellen der Menschheit.

Während ihre Nutzung lange Zeit mit Hilfe von Wasserrädern zum mechanischen Antrieb von Arbeitsmaschinen wie Mahl-, Säge- oder Hammerwerken erfolgte, wurden seit der Zeit der Industrialisierung (spätes 19. Jh.) vor allem Wasserkraftwerke errichtet, in denen Turbinen und Generatoren zur Erzeugung von elektrischem Strom eingesetzt wurden.

Neue Mühle ErfurtIm Ilm-Kreis und der Stadt Erfurt wird die Kraft einiger Bach- und Flussläufe genutzt. Man findet hier kleine Laufwasserkraftwerke neben noch funktionsfähigen Wasserradanlagen. In der zum Museum ausgebauten Neuen Mühle in der Erfurter Altstadt werden sowohl ein Wasserrad zum Antrieb einer Mahlmühle als auch ein Wasserkraftwerk zur Stromproduktion betrieben.
Der aufmerksame Beobachter kann in den Ortschaften der Region auch immer wieder von den Flussläufen abgezweigte Mühlgräben mit den Überresten alter Wasserrad- oder Turbinenanlagen entdecken, die von einer intensiven Nutzung der Wasserkraft in früheren Zeiten zeugen.

Das Ausbaupotenzial der Flussläufe gilt in der Region Ilm-Kreis/Erfurt wie in ganz Deutschland als weitgehend ausgeschöpft. Die Errichtung weiterer Neuanlagen ist hier also wenig wahrscheinlich. Jeder Neubau ist auch aus Umweltschutzgründen bedenklich, denn obwohl Wasserkraftanlagen große Mengen Strom wirtschaftlich und emissionsfrei erzeugen können, stellen sie doch einen erheblichen Eingriff in das natürliche Ökosystem dar. Das Interesse liegt daher eher in der Rekonstruktion der noch in großer Zahl vorhanden Altanlagen. Mit der Firma TWA Wasserkraft-Anlagenbau aus Dienstedt existiert im Ilm-Kreis ein Unternehmen, das sich seit 1990 auf diese Arbeiten spezialisiert hat.

Sowohl für den Neubau als auch für den Ausbau und die Modernisierung von Wasserkraftanlagen stellt das Land Thüringen Fördermittel bereit

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