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Netzgekoppelte Photovoltaikanlagen

Netzgekoppelte PV-Anlage Bei netzgekoppelten Anlagen wird der gesamte von den Solarmodulen erzeugte Gleichstrom zunächst mit Hilfe eines oder mehrerer Wechselrichter zur Einspeisung ins öffentliche Stromnetz aufbereitet. Moderne Wechselrichter sind vollautomatisch und wartungsfrei arbeitende elektronische Geräte, welche eine sehr reine, genau sinusförmige Wechselspannung erzeugen. Störungen anderer elektronischer Geräte im Haushalt durch den Wechselrichter können daher nahezu ausgeschlossen werden.

Die so gewandelte Wechselstromenergie wird über einen Energiezähler komplett in das öffentliche Stromnetz eingespeist und nach den gültigen Richtlinien vergütet. Der im Haushalt benötigte Strom wird also nicht direkt von der Photovoltaikanlage bereitgestellt, sondern nach wie vor aus dem Netz bezogen. Im Gegensatz zu den netzunabhängigen Photovoltaikanlagen ist es deshalb hier nicht notwendig, die Anlage leistungsmäßig an elektrische Verbraucher anzupassen.

Schema

Für die Auslegung der Leistung einer netzgekoppelten Anlage sind vor allem die vorhandenen belegbaren Flächen und die verfügbaren finanziellen Mittel ausschlaggebend. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass sich das Preis-Leistungs-Verhältnis einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage mit zunehmender Anlagengröße immer weiter verbessert. Grund dafür sind z.B. Händlerrabatte bei Abnahme größerer Stückzahlen von Solarmodulen oder anfallende Baukosten, die sich mit zunehmender Anlagengröße nicht oder nur unterproportional verteuern. Dies betrifft die Kabelverlegung im Haus, den Netzanschluss, Erdarbeiten (soweit nötig) und die Kosten für den oder die benötigten Wechselrichter.

Für die Belegung mit Solarmodulen kommen alle Dachflächen in Betracht, die südlich, südöstlich oder südwestlich ausgerichtet sind und eine Neigung von etwa 20 bis 60° aufweisen. Aufgrund der Vielfalt der möglichen Montagevarianten können die Module auch sehr gut an Fassaden angebracht oder auf Flachdächern und Freiflächen aufgestellt werden. Sehr wichtig ist aber in allen Fällen eine weitestgehende Verschattungsfreiheit, da beschattete Solarmodule einen sehr negativen Einfluss auf den Ertrag der Gesamtanlage haben.

Bei der Verwendung mono- oder polykristalliner Solarmodule benötigt man ca. 8 bis 10 m² Dachfläche pro Kilowatt Anlagenleistung, bei Modulen mit Dünnschichtzellen muss man aufgrund ihres geringeren Wirkungsgrades für diese Leistung etwa 15 m² einplanen. Für die Region Ilm-Kreis/Erfurt kann mit einer richtig ausgelegten Anlage ein durchschnittlicher Jahresertrag von etwa 850 kWh pro installiertes Kilowatt erreicht werden.

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