| Netzunabhängige Anlagen mit Energiespeicher |
Netzunabhängige Photovoltaikanlagen mit Energiespeicher werden zum Betrieb von Verbrauchern ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz eingesetzt.
Zusätzlich zu den Solarmodulen wird hier als wichtigstes Element ein Akkumulator eingesetzt, in dem der tagsüber erzeugte Solarstrom gespeichert wird. Die Verbraucher können somit auch ohne Sonneneinstrahlung betrieben werden, womit der Komfort der Stromversorgung gegenüber den netzunabhängigen Anlagen ohne Energiespeicher wesentlich ansteigt. Allerdings sind Akkumulatoren teuer und empfindlich gegen Überladungen und Tiefentladungen. Deshalb müssen neben dem Akku in solchen Anlagen auch noch zusätzliche elektronische Geräte zum Überladeschutz und zum Tiefentladeschutz eingesetzt werden.
Der Einsatz solcher Anlagen bietet sich beispielsweise zur Elektrifizierung von Wochenendhäusern an, die nicht an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen sind. Bereits mit einem oder zwei Solarmodulen und einem relativ kleinen Akkumulator lassen sich schon Grundbedürfnisse, wie eine elektrische Beleuchtung oder der stundenweise Betrieb eines Radio- oder Fernsehgerätes realisieren. Der Gleichstrom des Akkus kann durch Einsatz eines Wechselrichters auch in Wechselstrom umgewandelt werden, so dass an der Anlage auch herkömmliche Elektrogeräte ohne Umbau angeschlossen werden können.

Für die Planung einer solchen Photovoltaikanlage sollte immer ein Fachmann zu Rate gezogen werden, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden. Die Leistung der Solarmodule und die Kapazität des Akkumulators müssen sehr genau an den zu erwartenden Energieverbrauch angepasst werden. Auch Angaben zur täglichen Betriebdauer der einzelnen Verbraucher gehen in eine fachgerechte Auslegungsplanung ein und haben wesentlichen Einfluss auf die notwendige Größe und damit die Kosten der Anlage.
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