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Für die Versorgung der Gebäude mit Energie stehen heute moderne
Energiewandlungsanlagen zur Verfügung. Neben den Anlagen zur Nutzung der erneuerbaren Energien (solar-thermische Anlagen, Photovoltaikanlagen, Biomassenutzung, Wärmepumpen sowie Anlagen zur Wind- und Wasserkraftnutzung) wurden auch neue Anlagen zur Verbrennung von fossilen Brennstoffen und zur Wärmerückgewinnung entwickelt.
Sie nutzt die latent im Abgas vorhandene Kondensationswärme. Während andere
Heizsysteme so konstruiert sind, dass kein Kondenswasser entsteht, wird beim Brennwert-System absichtlich ein Maximum an Kondenswasser freigesetzt, um so wertvolle Energie zurückzugewinnen.
Bei der Verbrennung von Öl und vor allem von Erdgas entsteht Wasser, das sich in Form von Dampf in den Abgasen niederschlägt. Um die darin enthaltene Energie zu nutzen,
werden die Abgase bei Brennwertgeräten so weit am Heizungsrücklauf abgekühlt, dass der Wasserdampf kondensiert. Die so gewonnene Kondensationswärme kann für Heizzwecke genutzt werden und geht nicht wie bei herkömmlichen Geräten über den Schornstein
verloren.
Durch die Brennwerttechnik wird also nicht nur der Heizwert des Energieträgers genutzt wie bei der „normalen“ Verbrennung, sondern der „Brennwert“, der die zusätzliche Energie der Abgas-Wärme mit einschließt. Da der Heizwert die Bezugsgröße zur Ermittlung des
Wirkungsgrades ist, ergeben sich bei der Nutzung der Brennwert-Technik
Wirkungsgrade bis 109 %!

[Quelle: Buderus Heiztechnik GmbH]
Brennwert-Heizkessel nutzen die latent im Abgas vorhandene Wärme zusätzlich. Daher
überschreitet ihr Wirkungsgrad, bezogen auf den Heizwert, die 100 % Marke.
| Kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung |
Gute Isolation und dichte Bauweise moderner bzw. modernisierter Häuser führt zur
Reduzierung der Wärmeverluste, aber auch zu ungenügender Lüftung. Geschlossene Räume bedürfen
aber aus hygienischen Gründen einer regelmäßigen Frischluftzufuhr. Werden solche Gebäude mit der herkömmlichen Fensterlüftung belüftet geht ca. 50 % der Heizenergie
verloren.
Diagramm
Das Diagramm basiert auf einem Beispielhaus mit einer Wohnfläche von
ca. 160 m2.
Durch Einsatz von Zu- /Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung lässt sich neben einer
Verbesserung der Wohnqualität unter optimalen Bedingungen mindestens eine Halbierung der Lüftungsverluste erzielen. Die mögliche Energieeinsparung ist von der Güte der Anlage und von den baulichen Voraussetzungen abhängig.
Nachfolgende Kriterien müssen erfüllt sein, wenn eine Energie- und Kosteneinsparung erreicht werden soll:
- Dichte Ausführung der Gebäudehülle (Luftwechselzahl < 1 fach pro Stunde bei 50 Pa Druckunterschied im Test)
- Anpassung der Anlage (Dimensionierung, sorgfältiger Einbau u. Justierung)
- Auswahl einer Anlage mit geringem Stromverbrauch
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(1) Ventilatorzentralgerät mit Wärmetauscher u. Regelung
(2) Zugluftkanalsystem zu den Wohn- u. Schlafräumen
(3) Abluftkanalsystem von den Ablufträumen (Küche, Bad, WC)
(4) Lufteinlässe u. -auslässe, z. B. Tellerventil |
[Quelle: IWU / Hessisches Ministerium für Umwelt Landwirtschaft u. Forsten]
Im Unterschied zu Abluftsystemen gelangt hier nicht die Frischluft direkt von außen in die Räume. Sie wird von außen zentral angesaugt und über ein Kanalsystem den Wohn- und Schlafräumen zugeführt. Frisch- und Abluft werden dabei durch einen Wärmetauscher
geführt, in dem 50 – 90 % des Wärmegehaltes der Abluft für die Vorwärmung der Frischluft
genutzt werden können. Frisch- und Abluft werden dabei getrennt gehalten, so dass es zu
keiner Vermischung der Luft oder Geruchsübertragung kommen kann. |