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Bauen und Wohnen

Wer den Neubau oder Umbau eines Gebäudes plant, steht von Anfang an vor der Frage, wie die benötigte Energie für Heizung und Warmwasserbereitung und die elektrische Energie bereitgestellt werden sollen. Dabei sind die späteren Betriebskosten, also die Kosten, die für das Betreiben des Gebäudes anfallen, mittlerweile der größte Faktor in der Gesamtrechnung. Wenn Energiekosten steigen, sind die Lösungen, die am Anfang wenig kosten, oftmals im Endeffekt teuer. Zusätzlich führen die bisher hauptsächlich angewendeten Energieträger wie Erdöl, Erdgas, Atomkraft, Stein- und Braunkohlekraftwerke zu einer erheblichen Umweltbelastung, deren Folgen für jeden Einzelnen spürbar sind.

Daher ist es wichtig, dass Bauherren und Planer frühzeitig die vielfältigen Möglichkeiten erörtern, regenerative Energien zu nutzen. Die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten, die nach den Bedingungen des konkreten Einzelfalles ausgelotet werden müssen, bieten die Möglichkeit, Neu- und Altbauten kostengünstig mit nachhaltigen Techniken auszurüsten.

Bauherr und Planer sind letztlich auch dafür verantwortlich, dass die Gestaltung von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien ansprechend ist. Photovoltaikelemente oder solarthermische Anlagen beispielsweise treten auf Dachflächen oder an Fassaden in Erscheinung. Sie sehen gut aus, wenn sie in ein Gestaltungskonzept einbezogen werden. Sie dokumentieren nicht nur, dass Planer und Bauherr neue Wege gehen, wenn es um das Gebäudekonzept geht, sondern auch, ob und wie die Außenwirkung bedacht worden ist. Es gibt sehr viele gute Beispiele, aber auch schlechte. Im konkreten Einzelfall muss untersucht werden, welche Gestaltungsmöglichkeiten passen. Weil neue Techniken immer auch zu Veränderungen in der Architektur geführt haben, hat sich die Baukunst weiterentwickelt. Ein Freibrief für unüberlegtes Bauen ist und war das nicht.

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